30 Jahre Mauerfall: Gedenkveranstaltung in Düsseldorf

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Chef der Staatskanzlei Liminski und Beauftragter Hendriks legen gemeinsam mit Vertretern der Vereinigung der Opfer des Stalinismus am Mahnmal der Berliner Mauer in Düsseldorf Kränze nieder

Am 9. November 2019 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Anlässlich des Jahrestags legten Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei, und Heiko Hendriks, Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern in Nordrhein-Westfalen, am Mahnmal der Berliner Mauer in Düsseldorf in der Nähe des nordrhein-westfälischen Landtags Kränze nieder.

Auf Einladung des Beauftragten Hendriks und der Vereinigung der Opfer des Stalinismus fanden sich rund 60 Gäste am Mahnmal ein, um gemeinsam an die Ereignisse vor 30 Jahren zu erinnern. Neben Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden für Opfer der Diktatur der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, wie dem Frauenkreis der Hoheneckerinnen oder der Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtlinge, nahmen auch nicht organisierte ehemalige Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sowie Gäste aus Wissenschaft und Politik teil.

Der Chef der Staatskanzlei Liminski sagte: „In der DDR wurden Menschen, die sich für faire Wahlen und freie Meinungsäußerung einsetzten, ins Gefängnis gesperrt. Dieser Staat ließ auf seine Bürgerinnen und Bürger schießen, wenn sie das Land verlassen wollten. Ein solcher Staat ist zweifellos ein Unrechtsstaat. Nicht diejenigen, die diese Tatsache aussprechen, greifen die Lebensleistung der Menschen in Ostdeutschland an. Nein: jene, die all das relativieren und verharmlosen, fügen den Opfern jahrzehntelanger Unterdrückung im real existierenden Sozialismus einmal mehr Unrecht zu. Unsere Gedanken sind heute bei diesen Opfern. Unser Dank geht heute an alle, die vor 30 Jahren gegen die Zustände in der DDR mutig auf die Straße gingen und die Diktatur zum Einsturz brachten.“

Mit der Kranzniederlegung soll einerseits die Freude über den Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands zum Ausdruck gebracht werden. Andererseits soll derer gedacht werden, die wegen der Mauer Haft, Folter und Unterdrückung erleiden mussten oder gar ihr Leben verloren.

„Weil der 9. November für die deutsche Geschichte eine ambivalente Bedeutung hat und wir heute auch der Opfer der Reichspogromnacht gedenken, möchte ich ganz besonders darauf hinweisen, wie wichtig es ist, populistischen Strömungen und totalitärem Gedankengut immer wieder entschieden entgegenzutreten“, sagte der Beauftragte Hendriks. Hierfür sei es unabdingbar, in Schulen und bei der Jugendarbeit die historisch-politische Bildung weiter zu fördern und politische Beteiligung und Demokratiebildung zu unterstützen. „Nur so wird der Geist von Freiheit und Demokratie, für den vor 30 Jahren Hunderttausende auf die Straße gegangen sind, dauerhaft bewahrt bleiben.“

Felix-Heinz Holtschke, Vorsitzender der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Nordrhein-Westfalen, fasste die Bedeutung dieses Tages zusammen: „Der 9. November 1989 war ein denkwürdiger Tag von welthistorischer Bedeutung. Ein Freudentag für all diejenigen, die dafür kämpften, dass diese Schreckensmauer der Teilung eines Volkes mit friedlichen Mitteln nach 28 Jahren endlich zum Einsturz gebracht werden konnte. Und ein Tag der Hoffnung für alle unterdrückten und zwangsweise getrennten Völker in aller Welt, die damals wie heute noch immer für ihre Freiheit und Einheit kämpfen müssen.“

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